Die Saison 2010 ist auch schon
wieder zu Ende. Mit diesem Saisonrückblick möchte ich das Jahr 2010 in ein paar
Zeilen zusammenfassen.
Für die vergangene Saison setzte
ich mir hohe, aber realistische Ziele. Ich wollte den Anschluss an die nationale
Spitze im Elite-Feld schaffen und bei meinen letzen U-23
Schweizermeisterschaften um den Titel im Zeitfahren sowie im Strassenrennen
mitfahren.
Meine Rennsaison begann Ende Februar mit einem Rennen in Frankreich.
Gleich bei meinem ersten Einsatz stürzte ich ziemlich heftig, zum Glück kam ich
mit einer Rippenprellung und ein paar Schürfungen davon. Bei diesem einen Sturz
blieb es dann fürs ganze Jahr. Nach einigen mittelmässigen Resultaten konnte
ich erstmals beim GP-Osterhas mit einem dritten Platz ein Zeichen setzen.
Danach folgten Schlag auf Schlag gute Ergebnisse. Mit dem Sieg beim Kriterium
in Uzwil und eine Woche später bei meinem Heimrennen in Mauren war mein Name
der Konkurrenz ein Begriff.
Nach diesen beiden schönen
Erfolgen bestritt ich als Vorbereitung zur Schweizermeisterschaft zwei
Rundfahrten in Frankreich. Bei den meisten Etappen kam ich mit dem Hauptfeld
ins Ziel. Bei einem Mannschaftszeitfahren verpasste ich mit meinem Team den
Sieg nur um einige Sekunden und wir klassierten uns auf Platz zwei.
Ich fühlte mich gut vorbereitet für die
Schweizermeisterschaften und war topmotiviert ein gutes Ergebnis einzufahren.
Am Donnerstag fand das Zeitfahren statt, dort fuhr ich auf den für mich sehr
enttäuschenden 9. Rang…ich fühlte mich kraftlos und brachte nicht den
gewünschten Druck aufs Pedal. Trotz dieser Niederlage im Zeitfahren startete
ich mit viel Selbstvertrauen zum 178km langen U23-Strassenrennen am Samstag. Zu
Beginn lief alles perfekt, ich konnte mit sehr wenig Aufwand in einer
Verfolgergruppe zur Spitzengruppe aufschliessen und hatte sogar noch zwei
Teamkollegen an meiner Seite. Eine sehr gute Ausgangslage. Dann teilte sich die
Spitzengruppe, doch ich befand mich leider im hinteren Teil, da ich einen
Moment unaufmerksam war. Mit sehr viel Aufwand konnte ich den Anschluss zur
Spitze wieder herstellen, danach attackierte die Konkurrenz aber pausenlos. Irgendwann
war meine Kraft am Ende, ich musste mich zusammen mit noch einigen anderen
Fahrern geschlagen geben und fiel ins Hauptfeld zurück. Am Ende fuhr ich
deprimiert als 39igster ins Ziel, wieder eine Enttäuschung. Am
Sonntag startete ich noch zum 200km langen Rennen der Profis. Dieses Rennen beendete ich im Hauptfeld als
31igster. Fabian Cancellara war bis eine Runde vor Schluss mit mir im kleinen
Hauptfeld, danach stieg er aus dem Rennen aus. Es war schon etwas Besonderes
mit den „Grossen“ mitzufahren. Trotz der enttäuschenden U23 Meisterschaft darf
ich mit meiner Leistung im Profirennen sehr zufrieden sein.
Nach der durchwachsenen Leistung der Schweizer- meisterschaft wurde
ich leider nicht für die Europameisterschaft in Ankara selektioniert.
Das
Rennprogramm im Juli wies viele Lücken auf, so fuhr ich einige Kriterien. In
Hohenems erreichte ich den guten dritten Platz. Danach erwischte ich eine
hartnäckige Erkältung und musste eine dreiwöchige Zwangspause einlegen. Nach meiner krankheitsbedingten Pause setzte
ich mit einem Paukenschlag die Saison fort, ich gewann das Kriterium in
Rankweil vor dem Pro-Tour Profi Mathias Brändle. Einen Tag später fuhr ich das
Bergrennen Chur-Arosa mit einer Zeit von 1 Stunde 08 Minuten und 59 Sekunden.
Ich war nach meiner Pause mit guter Form zurück und motiviert, um noch ein paar
gute Rennen abzuliefern. Viele Chancen gab es jedoch nicht mehr, da die Saison
sich dem Ende neigte.
Bei der letzten Rundfahrt des Jahres, der Tour de Moselle
in Frankreich, konnte ich dann noch einmal überzeugen. Mit einer offensiven
Fahrweise war ich in vielen Spitzengruppen vertreten und verpasste bei der
dritten und vierten Etappe das Podest nur sehr knapp. Das Sprinttrikot
verpasste ich auch nur hauchdünn um einen Punkt in der Gesamtwertung. Eine
Woche später, am 26. September stand mit der Gäu-Rundfahrt auch das letzte
Rennen der Saison 2010 auf dem Programm. Auch bei meinem letzten Rennen fuhr
ich offensiv und initierte die Spitzengruppe. 120km lang bis zum
Schlussaufstieg konnten wir uns vorne behaupten, danach wurden wir leider vom
Feld wieder eingeholt. In diesem letzten Rennen habe ich etwas riskiert und noch
einmal gezeigt, dass ich in Form bin….!
Schade dass die Saison 2010 schon
vorbei ist. Ich werde meine Motivation aber ins Jahr 2011 mitnehmen und
versuchen an meine Erfolge anzuknüpfen oder diese sogar zu übertreffen.
Bis Mitte November habe ich noch
weitertrainiert, letzte Woche wurde ich im Spital Grabs an meiner Nase operiert.
Meine Nasenscheidewand und Nebenhöhlenzugänge mussten korrigiert werden, da ich
zu wenig Luft bekommen habe. Jetzt werde ich sicher bis Ende November pausieren
und danach beginnt schon die Vorbereitung
für die Saison 2011…!
Auch im Jahr 2011 werde ich für
das Team Hörmann an den Start gehen, in diesem Team fühle ich mich wohl und ich
habe mittlerweile eine Leaderrolle übernommen!!
Einen grossen Dank an meine
Sponsoren und alle, die mich in irgend einer Hinsicht unterstützt haben, ohne
diese grossartige Hilfe wäre das Alles überhaupt nicht möglich gewesen!!!!